Lindners angebliche Debattenverweigerung

Patrick Breitenbach

Der Start vom Critical Infinity Podcast. Ein Podcast per Sprachnachrichten.
Christian Lindner verweigert sich der Debatte rund um das Tempolimit. Aber tut er das wirklich? Welche Ideologie steckt eigentlich hinter dem Ideologievorwurf?

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Re: Lindners Debattenverweigerung: Ideologie Definition

Human Nagafi

Linder, hilft uns, mit Slavoj Žižek den Ideologiebegriff zu definieren. Denn wir merken, dass Lindner mit seiner objektiv neutralen Position eine ideologische Verdrehung macht und damit die größte ideologische Position überhaupt einnimmt. Was ziemlich zynisch ist, wenn man an Robert Habeck denkt.

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Re: Ideologie Definition: Habecks Performance bei Markus Lanz

Patrick Breitenbach

Patrick bringt die bemerkenswerte Ansprache von Robert Habeck bei Markus Lanz ins Spiel. Erstaunlich offen kritisiert Habeck unsere Ideologie der kontinuierlichen Bequemlichkeit und einer immer nur punktuell erfolgenden moralischen Empörung.

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Re: Habecks Performance bei Markus Lanz: Black Mirror Szene

Human Nagafi

Human stellt fest, dass Ideologie oft in Dingen steckt, die wir als belanglos empfinden. Was ist denn belangloser als die Normalität? Warum macht eigentlich Harbeck den Job von Markus Lanz? Und warum kann man die Show von Lanz mit einer Episode von Black Mirror vergleichen?

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Re: Black Mirror Szene: What’s in it for me?

Patrick Breitenbach

Patrick fragt sich warum wir denn eigentlich immer so widersprüchlich handeln. Geht es am Ende nicht immer um die eine entscheidende Frage im Leben: “What’s in it for me?” Die Frage nach dem “Was ist für mich drin” – die sogar hinter einem Altruismus stecken könnte.

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Re: What’s in it for me?: Was ist denn eigentlich dieses “me”?

Human Nagafi

Human denkt sich klar “What’s in it for me”, aber was ist dieses “me”? Was hat, das mit unseren Bedürfnissen, Wünschen und Begehren zu tun? Gibt es überhaupt einen Human oder ist Human ein Eisberg der nur über der Wasseroberfläche existiert?

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Re: Was ist eigentlich dieses “me”?: Montana Blacks Rolex

Patrick Breitenbach

Patrick möchte von der abstrakteren Ebene der Subjektdefinition wieder in das Konkretere. Er kontert mit dem Habitus Ansatz von Bourdieu und zeigt am Beispiel von Montana Black und seiner Obsession für Rolex Uhren, wie kompliziert diese existentielle Zugehörigkeit über Dinge wie Luxusuhren eigentlich ist.

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Re: Einen Schritt zurück: Die Uhr bei Succession

Patrick Breitenbach

Patrick lässt der Gedanke an existentiell wichtige Luxusuhren einfach nicht los. Er erinnert sich an eine passende Szene aus der Serie Succession, bei der eine sehr sehr teure Uhr eine mehrfache interessante, ideologische Bedeutung erhält.

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Re: Die Uhr bei Succession: Warenfetisch & symbolischer Tod

Human Nagafi

Human erinnert sich daran, dass wir laut Lacan nicht nur einen materiellen Tod sterben, sondern auch ganz viele symbolische Tode sterben können und leitet daraus ab, warum eine 160k USD für einen Mann der alles hat wichtiger sein kann als für eine Familie, die nicht viel hat.

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Re: Warenfetisch & symbolischer Tod: Der beidseitige Tod in Sucession

Patrick Breitenbach

Patrick greift das Konzept des materiellen und symbolischen Todes von Lacan auf und überträgt ihn auf die patriarchalische Hauptfigur von Succession. Er stellt fest, dass ein Streben nach materiellem Besitz weder ein Ende findet noch sonderlich erfüllend zu sein scheint. Aber warum?

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Re: Der beidseitige Tod in Sucession: Der Death Drive und The Real

Human Nagafi

Human bleibt im Lacan/Zizek Universe (LCU) und stellt fest, dass wir nur existieren können, wenn wir negieren und wiederholen. Eine Wiederholung, die nicht nur aus den biologischen Bedürfnissen besteht, sondern aus dem, was uns die symbolische Ordnung als begehrenswert beschreibt. Damit begehren wir das Begehren selbst, das seine Synthese im Death Drive findet und damit ein Gefühl von der Unsterblichkeit, dass so lange wir begehren wir auch existieren werden.

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Re: Der Death Drive: Die Herrschaft alter Männer ohne Verantwortung

Patrick Breitenbach

Patrick versucht die abstrakte Theorie des Death Drives von Lacan in eine eigene poetische Übersetzung zu überführen und auch einen Zusammenhang zu Christian Lindner, Robert Habeck und den alten Mann aus Succession zu finden. Und dann kommt auch noch Putin ins Spiel …

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Re: Die Herrschaft alter Männer ohne Verantwortung: Putin & Patriarchat

Human Nagafi

Human nimmt Putin und geht wieder zurück zum Ideologiebegriff und versucht deutlich zu machen, dass alte weiße Männer nicht einfach zu ihrer Herrschaft erlangen, sondern auch der reaktionäre Zwang von Menschen wie Friedrich Merz dazu beitragen.

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Re: Putin & Patriarchat: Feministische Außenpolitik als Negation

Patrick Breitenbach

Patrick denkt, man könne nicht nicht interpretieren, daher ist es wichtig viele Hermeneutiken zu vergleichen. Deshalb ist auch die feministische Außenpolitik eine wichtige Antithese oder Negation von patriarchalischer Außenpolitik, wie sie z. B. Friedrich Merz vertritt. Interessant ist wie diese feministische Sichtweise entstanden ist und was sie im Umkehrschluss für den Diskurs rund um Krieg und Frieden bedeutet.

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Re: Feministische Außenpolitik als Negation: Ideologiekritik & Atomschläge

Human Nagafi

Eigentlich wollte Human die Dominanz in einigen Ideologien kritisieren, wurde aber dann von einem Spiegel-Artikel, der Frieden als etwas realitätsfernes und gefährliches abstraft, abgelenkt, um dann bei einem Tweet zu landen, der die Sinnhaftigkeit eines atomaren Erstschlages der Westmächte postuliert.  Vielleicht war 2021 doch gar nicht so schlimm…

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Re: Ideologiekritik & Atomschläge: Diskreditierung des Pazifismus

Patrick Breitenbach

Patrick weist darauf hin, dass wir uns keinesfalls dazu hinreißen lassen dürfen den Pazifismus gegen den Krieg auszuspielen. Man muss die Dissonanz aushalten. Man kann zugleich Waffen zur Selbstverteidigung an die Ukraine liefern UND zugleich darauf hinweisen, dass Waffen allein, Kriege nicht beenden wird. Eine Diskreditierung von pazifistischen Idealen ist brandgefährlich, denn die Logik des Krieges frisst uns sonst alle mit Haut und Haar.

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Critical Weekly – Die Zusammenfassung der Sprachnachrichten von KW 15 am Stück

Critical Weekly – Die Zusammenfassung

Human Nagafi und Patrick Breitenbach haben in der ersten Woche voller kritischer Sprachnachrichten sehr viel besprochen. Es ging natürlich um mögliche Ideologien unter der Oberfläche von Politik, Alltag und Popkultur. Es kamen Christian Lindner, Robert Habeck, Friedrich Merz und Annalena Baerbock zu Wort. Es wurden die Theorien von Hegel, Lacan, Žižek eingeführt. Es ging um eine Luxusuhr, die sowohl in der Serie Succession, als auch beim Influencer Montana Black eine existentielle Rolle spielt – jeweils ganz unterschiedlich. Die beiden sprachen über feministische Außenpolitik und dessen Negation, die patriarchalischen Strukturen und sie mussten über nichts weniger als Krieg und Frieden sprechen. Die Sprachnachrichten in Echtzeit könnt ihr unter critical-infinity.de verfolgen.

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Re: Diskreditierung des Pazifismus: Hegel & die uns umgebende Wirklichkeit

Human Nagafi

Human fragt sich, ob wir einen paradigmatischen Wandel von einer Institutionentheorie in der Außenpolitik zu einer Real-Politik haben und schnappt sich Hegel, um ihm beim Denken zu helfen und flüchtet sich in die Theorie.

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Re: Hegel & die uns umgebende Wirklichkeit: Wir wussten was wir taten

Patrick Breitenbach

Patrick kann sich nicht so wirklich mit der retroaktiven Theorie anfreunden. Für ihn ist es wichtig sich in der Gegenwart mit dem Wissen, was wir definitiv hatten, zu entscheiden und die Verantwortung zu tragen. Viele wussten was Putin ist. Ein Autokrat, ein Imperialist, ein mafiöser Energiemogul – und dennoch haben “wir” uns für ihn entschieden. Jetzt davon überrascht zu sein und dafür den Pazifismus als Läuterung zu opfern, das ist Patrick viel zu einfach und viel zu gefährlich.

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Re: Wir wussten was wir taten: Revolutionen & Lachkonserven

Human Nagafi

Begriffe wie Verantwortung, Ethik und Moral sind für Human zu individuell gedacht, denn wie Zizek sagt: “Sie wissen, was sie tun, und sie tun es trotzdem”. Hier ist Ideologie am Werk. Aber wie operiert diese Ideologie? 

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Re: Revolutionen & Lachkonserven: Die perfide Logik des Krieges

Patrick Breitenbach

Patrick lässt den Gedanken an die Frage “Warum die Menschen zwar wissen was Sache ist, aber dennoch nicht anders handeln können” nicht los. Gerade nicht beim Thema Krieg. Krieg scheint eine eigene perfide Struktur, eine eigene Ideologie zu sein, mit seiner ganz eigenen schrecklichen Logik. Patrick hat daher einige Stimmen aus der Vergangenheit und Gegenwart zu Wort kommen lassen.

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Re: Die perfide Logik des Krieges: Wir machen keinen Krieg, Krieg macht uns

Human Nagafi

Um die Logik des Krieges zu verstehen, holt sich Human Hilfe von sozialen Systemtheoretikern, Anthropologen und Kriegsveteranen und mit einem Blick auf Picasso’s Guernica wird ihm klar, dass Krieg selbst keine Logik hat.

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Rezo, Ankerkraut und Nestlé – postmoderner Streik der Influencer?

Patrick Breitenbach

Patrick wechselt das Thema und betrachtet den aktuellen Ankerkraut Kauf von Nestlé, bei dem etliche Influencer ihre Partnerschaft aus Protest eingestellt haben. Patrick bezieht sich dabei auf Audioausschnitte aus einem Video des Influencers und YouTubers Rezo – der ja in der Vergangenheit bereits für politische Botschaften für beeindruckende Aufmerksamkeit sorgte. Aber was steckt unter der Oberfläche dieses Vorfalls? Haben wir einen ersten postmodernen Influencer Streik? Und wie und warum handelt Nestlé eigentlich so?

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Re: Rezo, Ankerkraut und Nestlé – postmoderner Streik der Influencer?: Die Gesellschaft des Spektakels

Human Nagafi

Human nimmt gerne den Ball oder Zwiebel auf und versucht die unterschiedlichen Schichten so lange abzutragen bis er wieder bei Black Mirror und der Gesellschaft des Spektakels angekommen ist.

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Critical Weekly – Die Zusammenfassung der Sprachnachrichten von KW 16 am Stück

Critical Weekly – Die Zusammenfassung

Human und Patrick setzen ihren Diskurs rund um Krieg und Frieden fort. Neben den moralischen Fragen zur Thematik wundert sich Patrick, dass der Pazifismus in der deutschen Öffentlichkeit an einigen Stellen diskreditiert wird. Human interessiert weniger die Moral als vielmehr die dialektische Logik von Hegel, die Strukturierung der Realität und daher auch die Frage was die Logik des Krieges ist und warum nicht wir Krieg machen, sondern der Krieg uns. Es folgt ein extrem harter Themenwechsel. Es geht um den Deal zwischen Ankerkraut und Nestlé und die Reaktion von deutschen Influencern, die geschlossen Ankerkraut Partnerschaft beenden. Ist das bereits ein postmoderner Streik oder doch nur …? Alle Sprachnachrichten in Echtzeit könnt ihr unter critical-infinity.de verfolgen.

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Re: Die Gesellschaft des Spektakels: Kolonialismus und Imperialismus

Patrick Breitenbach

Patrick kriecht weiter in die Untiefen des Kaninchenbaus. Es wird dunkel, stickig und furchtbar grausam, während andere dabei die Korken knallen lassen. Es geht an die Wurzeln einer bestimmten Wirtschaftspraxis: Der Kolonialismus, der in Kombination mit verschiedenen anderen Ideologien zu einer explosiven Mischung wurde, die bis heute seine giftigen Blüten treibt.

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Re: Kolonialismus und Imperialismus: Virtue Signalling & Wettbewerb der Staaten

Wolfgang M. Schmitt

Wolfgang nimmt die unterschiedliche Ebenen von global agierenden Unternehmen, Wettbewerb der Staaten und virtue Signalling der Influencer auf und zeigt einen Streifen am Horizont. Auch wenn die Hoffnung noch recht skeptisch ist. 

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Re:Virtue Signalling & Wettbewerb der Staaten: Fatalismus – diese andere Ideologie?

Patrick Breitenbach

Patrick greift dankbar die Gedanken von Wolfgang auf und ist froh den drohenden Fatalismus anzusprechen. Ist dieser nicht auch eine Art Ideologie, die unsere Wirklichkeit zu strukturieren droht? Und sind Nadelstiche nicht besser als gar keine Löcher in der Matrix?

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Re: Fatalismus – diese andere Ideologie?: Don’t Act. Just Think.

Human Nagafi

Human will den Fatalismus nicht so schnell gehen lassen, denn das, was sich vielleicht wie Fatalismus anfühlt, kann der Nährboden für neue Erkenntnisse sein. So lässt er auch endlich mal Slavoj Žižek zu Wort kommen und endet damit, warum Wirtschaftsweisen die Bandbreite unseres Geldsystemes noch nicht erkennen.

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Critical Weekly – Die Zusammenfassung der Sprachnachrichten von KW 17 am Stück

Critical Weekly – Die Zusammenfassung

Human und Patrick setzen ihren Diskurs rund um Nestlé und Ankerkraut fort. Patrick dringt dabei sehr tief in das europäische Herz der Finsternis vor und befasst sich in einem seiner Skits mit dem Thema Kolonialismus und Imperialismus. Der erste Überraschungsgast schaltet sich zu. Wolfgang M. Schmitt greift den roten Faden der beiden auf und spricht über “Virtue Signalling”, welches sowohl beim Fall Ankerkraut, aber auch während des Beginns des Ukrainekriegs Anwendung in den sozialen Netzwerken fand. Weiterhin wendet Wolfgang den Wettbewerbsbegriff von Unternehmen auch auf Staaten an. Patrick, der vom drohenden Fatalismus gelähmt schien, freut sich, dass Wolfgang die Tür zur Zukunft doch einen Spalt geöffnet hat. Er führt aus warum die Ideologie eines Fatalismus ebenfalls dazu führen kann, dass das System, welches die Influencer mit Nadelstichen kritisieren, am Ende doch totalitär werden könnte. Es muss doch einen Ausweg geben, außer verrückt zu werden? Human steigt ein und bekräftigt das und führt Slavoj Žižek diesmal persönlich zu Rate. Er hat für uns gerade in sehr turbulenten und schwierigen Zeiten einen wichtigen Rat: “Don’t act, just think!” Es gilt gleichermaßen auf der transzendenten und immanenten Ebene Kritik auszuüben um so neue Möglichkeitsräume zu schaffen. Der Cliffhanger der Woche endet bei der Frage, ob man staatliche Steuern nicht auch mal ganz neu denken könnte … Alle Sprachnachrichten in Echtzeit könnt ihr unter critical-infinity.de verfolgen.

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 Re: Don’t Act. Just Think.: Der Mythos “Geld der Steuerzahler”

Maurice Höfgen

Ein neuer Überraschungsgast, Maurice Höfgen, schaltet sich in unser Gespräch ein und spricht über den großen Irrtum unseres Geldes und Geldsystems. Er geht auf die “Modern Monetary Theory” ein und begründet logisch, warum es kein “Geld der Steuerzahler” gibt, sondern eigentlich nur staatliches Geld. Dieser Gedanke könnte ein interessanter Paradigmenwechsel darstellen …

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Twitter, offene Briefe und ein Prozess der Entzivilisierung?

Patrick Breitenbach

Patrick kennt sich leider zu wenig mit Geld aus, als dass er Maurice adäquat antworten könnte. Daher wechselt er das Thema. Ihn hat die letzten tage vor allem Ereignisse auf und rund um Twitter beschäftigt. Die Kaufdrohung von Elon Musk, die auf Twitter heiß “diskutierten” offenen Briefe und die allgemeine Beobachtung einer zunehmenden Verrohung. Hmm… Welcher Soziologe schrieb gleich schonmal etwas zur Zivilisierung? Genau, Norbert Elias. Patrick schlägt den Bogen zu Elias skizzierten “Prozess der Zivilisationen” und versucht ihn auf Twitter in der Gegenwart anzuwenden. Ob ihm das gelingt? Hört selbst.

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Re: Twitter, offene Briefe und ein Prozess der Entzivilisierung?: Das Spektakel der Pferde

Human Nagafi

Human greift das Thema Twitter und Debattenkultur auf, aber fokussiert sich mit der Hilfe von Niklas Luhmann auf die politische Berichterstattung und fragt sich zum Ende, warum sich das manchmal so anfühlt, als würde er Pferde beobachten. 

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Reflektion zum Habermas Artikel “Krieg und Empörung”

Patrick Breitenbach

Patrick treibt die Tatsache um, dass der neulich erschiene Artikel von Jürgen Habermas mit dem offenen Brief von Alice Schwarzer und Gerhard Merkel verglichen oder gar gleichgesetzt wird. Er kann die zum Teil heftig diffamierende Kritik am Artikel einfach nicht nachvollziehen. Daher nimmt er sich nochmal die Zeit, um für sich selbst Absatz für Absatz den Artikel durchzulesen um ihn zu verstehen und Dinge zu entdecken, die er möglicherweise ursprünglich übersehen hat. Wer mag kann ihm beim lesenden Denken begleiten.

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Re: Das Spektakel der Pferde: Twitter als Schredder und junge, naive Alternativen

Patrick Breitenbach

Patrick nimmt die letzte Sprachnachricht von Human zum Thema “Horse Race Journalism” auf und vertieft diese. Das Phänomen lässt sich ja nicht nur in der Wahlkampfberichterstattung identifizieren. Daher müssen wir tiefer graben. Wie sehen die ökonomischen Zwänge im Nachrichtenjournalismus aus? Und was passiert wenn Nachrichten nicht mehr kontextuale Tiefe erlangen, sondern in viele Stückchen zerteilt werden, wie es Alain de Botton in seinem Buch “Die Nachrichten – eine Gebrauchsanweisung” beschreibt? Und ist Twitter dann nicht ein riesiger Schredder, der Nachrichten zu reinem Hören-Sagen-Empörung zerhäckselt? Eine mögliche Alternative nennt Patrick dann nochmal beim Namen: Jung & Naiv.

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Critical Weekly – Die Zusammenfassung der Sprachnachrichten von KW 18 am Stück

Critical Weekly – Die Zusammenfassung

Eine weitere Woche ging ins Land. Mit leichter Verspätung, dafür aber mit einem Extra-Inhalt, meldet sich unser Weekly mit der Zusammenfassung der Woche auf critical-infinity.de zurück. Nachdem Mary-Jane euch zusammenfasst, was bisher geschah meldet sich ein weitere Gast, der Ökonom Maurice Höfgen zu Wort, der ein wenig was zur “Modern Monetary Theory” erklärt. Patrick treibt das Thema des offenen Briefes zum Ukrainekrieg um und wie vor allem darüber auf Twitter diskutiert wurde. Er führt aus, warum die Ökonomie der Aufmerksamkeit im umgekehrten Verhältnis zu Norbert Elias Theorie der Zivilisierungsprozesse stehen könnte. Human erklärt daraufhin die Massenmedien und die Ereignisse rund um den offenen Brief mit Luhmann und bringt den Begriff des “Horse Race Journalism” ins Spiel. Patrick greift dies erneut auf und zeigt die ökonomischen Zwänge im Journalismus auf, erklärt dass diese Art der Berichterstattung nicht nur in Wahlkampfzeiten beobachtbar ist und zitiert Passagen aus Alain de Bottons Buch “Die Nachrichten – Eine Gebrauchsanweisung”. Zudem erläutert er, warum er Twitter als einen “Diskursschredder” betrachtet und warum das für unsere demokratische Gesellschaft gefährlich sein könnte. Abschließend stellt er nochmal den Medienbetrieb von “Jung & Naiv” rund um Tilo Jung als mögliche Alternative vor, es anders zu machen. Doch auch hier ist die Kopplung an die Ökonomie natürlich unausweichlich. Abschließend gibt es noch ein Special: Patrick nimmt sich 80 Minuten Zeit den auf Twitter seltsam empörend diskutierten Jürgen Habermas Artikel “Krieg und Empörung” aus der SZ zu lesen und ihn Absatz für Absatz zu reflektieren.

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Re: Twitter als Schredder und junge, naive Alternativen: Das Erlebnis des Handelns

Stefan Schulz

Stefan greift sich die letzten beiden Nachrichten von Patrick und Human auf und steigt tief ein in den geglaubten Wahrheiten und Normalität von Social Media, Parasozialität und der Erkenntnis, dass wir in Social Media nur uns selbst begegnen und einem Erlebnis von Handlung statt wirklicher Handlung.

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Re: Das Erlebnis des Handelns: Das Gleichsetzen des Nichtgleichen

Human Nagafi

Irritiert von Stefans Luhmann Ausführen schaut sich Human mithilfe von Zizek weitere Orte der Pseudo-Aktivität an und wird fündig bei Starbucks und der Möglichkeit, mit einem kleinen Aufpreis seine Schuld als Konsument freizukaufen. Das hört sich nach Ideologie an! Diesmal hilft Luhmann mit, seiner Ideologiedefinition und Funktionsweisen von Ideologien zu verstehen. Denn eine Ideologie muss immer eine Formel für alle Gelegenheiten bereitstellen. Human resümiert, dass unsere heute Selektionsformel am genauesten beschrieben wird mit Nietzsche Zitat: Das Gleichsetzen des Nichtgleichen.

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Grundeinkommen als umgekehrte Machtasymmetrie

Patrick Breitenbach

Patrick denkt laut nach und teilt seine Gedanken zu einem Tweet, der durch die Decke ging mit dem Thema Grundeinkommen und der Frage ob sich dadurch nicht grundlegende Machtasymmetrien radikal umkehren würden und dass dahinter vielleicht auch eine bestimmte ideologische Angst steckt. Was wäre denn wenn es nicht mehr “Huma Resources” sondern “Capital Resources” hieß und Unternehmen sich bei Menschen bewerben müssten. Außerdem befasst sich Patrick gerade mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und hat da die ein oder andere Frage zu vertiefen.

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Critical Weekly – Die Zusammenfassung der Sprachnachrichten von KW 19 am Stück

Critical Weekly – Die Zusammenfassung

In der Kalenderwoche 19 thematisiert Critical Infinity weiterhin Twitter und die Massenmedien. Unser neuer Überraschungsgast, der Soziologe und Journalist Stefan Schulz, vom Neue Zwanziger Podcast, erklärt uns anschaulich mit Niklas Luhmann, warum wir auf sozialen Netzwerken wie Twitter unser Erleben mit Handeln verwechseln und sich alles rund um prominente Personen mit blauem Haken fokussiert. Human vertieft den Anstoß von Stefan noch weiter und bringt den Ideologiebegriff von Luhmann ins Spiel. Er zeigt nochmal anhand von Starbucks und anderen Marken, wie wir uns das gefühlte Handeln mit Produkten erkaufen. Wir retten so scheinbar die kaputte Welt, indem wir einfach noch mehr konsumieren – eigentlich verrückt. Patrick wechselt kurz das Thema, denn ein Tweet über das Grundeinkommen geht urplötzlich durch die Decke – ganz ohne einen blauen Haken. Er reflektiert seine Aussage über sich umkehrende Machtasymmetrie in der Arbeitswelt, sobald wir eine Grundsicherung etabliert hätten. Er sieht definitiv einen Boom der Care-Arbeit und große Herausforderungen für die derzeitigen “Bullshit-Jobs” und “Dirty Jobs”. Am Ende hat er noch ein paar offene Fragen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk …

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Re: Grundeinkommen als umgekehrte Machtasymmetrie: Kaffee ohne Sahne und New Work

Human Nagafi

Endlich findet Human, mit einem Zizek Witz über Kaffee, Butter und Toilettenpapier zu sprechen, um die Wechselwirkung von Ideologie und Hegemonie darzustellen. Zum Ende nutzt er ein paar sehr inspirierende Reden von Frithjof Bergmann, um den New Work Begriff zu revitalisieren. 

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Re: Kaffee ohne Sahne und New Work: Frithjof Bergmanns Ideologiekritik

Patrick Breitenbach

Patrick vertieft das von Human benannte ursprüngliche Konzept “New Work” von Frithjof Bergmann. Er macht deutlich, dass auch hier die Ideologien im gegenseitigen Wettstreit stehen. “New Work” ist ja eben nicht die Frage nach schöneren Büroräumen oder Flexibilität der Arbeitszeit von irgendwelchen Büroangestellten, sondern eigentlich der Ausdruck einer fundamentalen Ideologiekritik rund um Fragen der Arbeit, des Wirtschaften und unseres Zusammenlebens. Dabei fällt Patrick auf, dass auch Bergmanns Kritik am Kapitalismus in weiten Teilen wieder erfolgreich durch den Kapitalismus selbst in Form von “lukrativen Kompromissen” assimiliert wurde.

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Re: Frithjof Bergmanns Ideologiekritik: Arbeit, Religion & Singularität

Human Nagafi

Beim Begriff Arbeit gehen Human unzählige Stränge durch den Kopf. Warum ist die Art wie wir heute arbeiten so normal für uns? Ist die Arbeitsteilung gut oder schlecht? Wie wird überhaupt ein Bleistift produziert? Was hat das alles mit Adam aus der Bibel zu tun? Und warum sieht das ein protestierender Mönch ganz anders? Denn irgendwie ist Arbeit als etwas Abstraktes ein wirklich erhabenes Objekt. Aber vielleicht auch etwas, wofür wir alle kollektiv einen Preis zahlen müssen. Wenn wir es wollen oder nicht. Oder kann das auch anders sein?

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Critical Weekly – Die Zusammenfassung der Sprachnachrichten von KW 20 am Stück

Critical Weekly – Die Zusammenfassung

In der neuen Kalenderwoche dreht sich immer noch alles um die Arbeit. Wir tauchen ein in den originalen “New Work” Begriff von Frithjof Bergmann und beleuchten was seine Forderungen zur Remodellierung von Gesellschaft und Wirtschaft waren. Es ging ihm dabei vor allem darum, Arbeitszeit für unangenehme Arbeiten zu verkürzen, z. B. durch Automatisierung und die Produktionen stärker zu lokalisieren, aber vor allem auch unseren Konsum drastisch zu hinterfragen. Patrick ist fasziniert davon wie der “New Work” Begriff von Bergmann in Unternehmen und Konzernen derart oberflächlich umgedeutet wurde, damit er sich in die Ideologie einordnet, die Bergmann ja eigentlich ursprünglich kritisiert. Human erstellt einen längeren Audio Essay zur Historie von Arbeit und der Bedeutung für uns als Menschen und wirft dabei weitere spannende Fragen auf …

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Re: Arbeit, Religion & Singularität: Bullshit Jobs und priorisierte Probleme

Patrick Breitenbach

Patrick fragt sich warum wir es nicht schaffen, einzelne Probleme als systemisch zu begreifen und sie ebenso defragmentiert anzugehen. Und warum schaffen wir es nicht uns auf das Wesentliche zu fokussieren? Was wären komplexe Lösungsansätze? Außerdem führt er den Begriff “Bullshit-Job” des Anthropologen David Graeber ein. Patrick fragt sich warum wir es angesichts der immensen Probleme nicht schaffen unsere Herausforderungen und Ressourcen besser zu priorisieren, zu allokieren und effizienter zu synchronisieren. Oder liegt hier ein Denkfehler von Patrick vor?

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Re: Bullshit Jobs und priorisierte Probleme: Was sind noch mal die Probleme?

Human Nagafi

Human ist die reine Tatsache, dass 40 % von Jobs als Bullshit angesehen werden, nicht genug, um daraus neue Lösungen abzuleiten. Seine Sorge ist eher, dass diese Art der Denke und wieder verstrickt in eine Logik, die die alten Probleme erhält. Am Beispiel der Computerspiele Industrie versucht er, deutlich zu machen, dass sogar “harte” Maßnahmen nur vom eigentlichen Problem ablenken können.

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Re: Was sind noch mal die Probleme?: Die Probleme liegen auf der Straße und nicht in der Systemtheorie

Patrick Breitenbach

Patrick nutzt die Gelegenheit um Luhmann kritisch zu hinterfragen. Aus seiner Sicht liegen die Probleme vor aller Augen auf der Straße und werden nicht durch eine Systemtheorie funktional aufgelöst. Er blickt nochmal auf die Bullshit-Jobs, die echtes Leiden bei Menschen (etwas was bei Luhmann eben nicht vorkommt) erzeugt und zugleich wertvolle Ressourcen für die Arbeiten blockiert, die eine Gesellschaft im Kern existentiell zusammenhält. Der Mythos der ewigen weiteren Ausdifferenzierung ins unendliche Wachstum führt uns direkt hinein ins Verderben. Wer soll nun die Probleme identifizieren und priorisieren? Natürlich Politik und Governance. Sie schafft Rahmenbedingungen, Regelwerke und lenkt so Geldströme im Kapitalismus in bestimmte Richtungen – im Idealfall dorthin, wo echter Bedarf besteht. Die echten Probleme sind nicht nur seit Jahrzehnten benannt, sie werden durch die Politik ja kontinuierlich wiederholt. Doch wann erfolgt die konkrete Umsetzung?

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Re: Die Probleme liegen auf der Straße und nicht in der Systemtheorie: Wachstum und Umwelt?

Human Nagafi

Human ist nicht ganz glücklich mit der Luhmann Rezeption von Patrick und versucht deutlich zu machen, warum eine Art “vulgär Kritik” amüsant sein kann, aber auch schnell von den eigentlichen Fragestellungen ablenken kann.

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Re: Wachstum und Umwelt?: Degrowth als Paradigmenwechsel

Patrick Breitenbach

Patrick greift die Thematik “Wachstum und Umwelt” auf und führt diese in die Degrowth Überlegungen. Auch diese Denkschule hält den unendlichen Wachstum des Kapitalismus für nicht kompatibel zu einer nachhaltigen Wende – aller Innovationen und Bemühungen zum Trotz. Patrick zitiert dabei Passagen eines Interviews aus dem Podcast “Planet B” zum Thema “Degrowth und das gemeinsame Produzieren in der Allmende” mit dem Nachhaltigkeitsforscher Ben Robra. Dieser spricht von einer Hegemonie unserer Wachstumslogik und wie diese nur schwer aufzubrechen sei. Es werden sogenannte “Counter Hegemonie” benötigt, die jedoch erst utopisch skizziert werden müssen. Den Zusammenbruch des nicht mit der Umwelt vereinbaren Wirtschafts- und Gesellschaftssystems sieht die Degrowth Bewegung so oder so kommen, die spannende Frage lautet: Was werden wir bis dahin an neuen Gesellschaftskonzepten in der Schublade haben?

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(Post)Kapitalismus, (Post)Wachstum und Nachhaltigkeit

Prof. Dr. André Reichel

Prof. Dr. André Reichel ist systemtheoretisch orientierter Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler und befasst sich seit vielen Jahren mit den Themen Nachhaltigkeit und einer Postwachstumsökonomie. In seiner Sprachnachricht ordnet er für uns nochmal die wichtigen Schlüsselbegriffe, also Kapitalismus, Wachstum, Nachhaltigkeit, Degrowth und Postwachstum ein und stellt diese in einen Zusammenhang. Wir erfahren, dass es offenbar viele Varianten von Kapitalismen gibt und dass man Akkumulation – außerhalb von monetärem Kapital – vielleicht auch etwas Gutes abgewinnen könnte. Aber klar ist für ihn auch, solange das Ungleichgewicht von Energie- und Ressourcenaufwand und Wirtschaftswachstum nicht in Balance gebracht wird, kann von Nachhaltigkeit keine Rede sein.

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Critical Weekly – Die Zusammenfassung der Sprachnachrichten von KW 21 am Stück

Critical Weekly – Die Zusammenfassung

Die neue Kalenderwoche ist dicht bepackt. Es geht um “Bullshit Jobs”, mangelhaft priorisierte Probleme, scheinbar unwillige Politik, Luhmann, Habermas und wie immer die Frage nach Form und/oder Inhalt, nach Einzelphänomene oder Strukturen. Bis Human dann das Thema “Umwelt und Wachstum” aufbringt und Ulrike Herrmann zitiert. Ist der Kapitalismus und seine Wachstumslogik mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz überhaupt zu vereinbaren? Können wir so die bereits stattfindende Klimakatastrophe aufhalten? Patrick taucht daher tiefer ein in die Postgrowth und Degrowth Bewegung und zitiert Ben Robra, der zu dem Thema forscht. Wenn es nach ihm geht, ist der wachstumsgetriebene Kapitalismus eine Hegemonie, die dringend einer “Counter Hegemonie” bedarf, weil sonst eine nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft gar nicht funktionieren wird. Zudem meldet sich Prof. André Reichel, ebenfalls Nachhaltigkeits- und Postwachstumsforscher zu Wort und erklärt, dass es nicht mehr DEN Kapitalismus gibt und dass eine nachhaltige Transformation nur unter ganz bestimmten Parametern gelingen kann, nämlich dann wenn Ressourcenverbrauch und Wachstum mindestens in Balance zueinander stehen. Ob das wirklich realistisch ist, führt er in seiner Sprachnachricht ausführlich aus und erklärt uns allen nochmal die gängigsten Begriffe.

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Mit der Degrowth Brille durch Luhmanns Brille auf den Kapitalismus geschaut

Dr. Ben Robra

Dr. Ben Robra, der von Patrick im vorletzten Skit zum Thema Degrowth zitiert wurde, meldet sich nochmal selbst zu Wort. Er fand Humans Betrachtungsweise zu Luhmann spannend und wendet diese nun nochmal auf den Kapitalismus an. Wie lässt sich eine von ihm postulierte Hegemonie aus Sicht der Systemtheorie erklären und wie könnte man über die Ansätze der Systemtheorie eine “Counter Hegemonie” (Dialektik lässt grüßen) entwickeln. Bei der Annahme von Adorno “Es gibt kein richtiges Leben im Falschen”, scheint es systemtheoretisch vielleicht doch noch ein wenig Hoffnung zu geben.

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Ökonomie, Hegemonie & Hühner

Human Nagafi

Beeinflusst von den Gedanken von Ben, Andre und Patrick beobachtet Human eine komplexe Twitter Rauferei. Als Absolvent der Wirtschaftswissenschaften greift er noch mal auf seine alten Lehrbücher, um zu erkennen, wie einfache Prinzipien das Denken und damit den Selektionsraum ideologisch verknappen. Obwohl das so offensichtlich ist, fühlt es sich so an, als ob man einem Huhn auf der Straße begegnet. 

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Re: Ökonomie, Hegemonie & Hühner: Ideengeschichte und Menschenbild

Patrick Breitenbach

Patrick wollte eigentlich etwas zum Thema “Hunger” und dem “Seneca-Effekt” einsprechen, wurde dann aber doch nochmal durch Humans Sprachnachricht zur Ökonomie auf eine andere Fährte gelenkt. Er schaut sich daher nochmal die Ideengeschichte der Ökonomie und die Ursprünge der Wirtschaftswissenschaften an, die sich zum Teil immer mal wieder als Naturwissenschaft geriert. Dabei ist die Ökonomie eindeutig in der Sozialwissenschaft verortet. Patrick zeigt wie Gedanken früher Ökonomen wie Adam Smith oder David Ricardo zu einer gewissen ideologischen Prägung der Wirtschaftswissenschaft geführt hat, die bis heute tiefgreifende Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft haben. Daher ist es wichtig sich die Brille der Ideologien aufzusetzen und auf die Ökonomie zu blicken, die seit ihrer Existenz enormen Einfluss auf die politische Strukturierung unseres Zusammenlebens hat. Auf welchem Menschenbild basiert zum Teil die Ökonomie und welche Probleme können dadurch entstehen?

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Critical Weekly – Die Zusammenfassung der Sprachnachrichten von KW 22 am Stück

Critical Weekly

Die neue Kalenderwoche steht im Zeichen der Ökonomie. Nachdem sich unser Überraschungsgast Ben Robra nochmal persönlich zu Wort meldet und die sich reproduzierende Hegemonie mit Luhmanns Systemtheorie erklärt widmet sich Human einem Twitter Streit unter Ökonomen, als es um die Frage ging, ob sich Ökonomen mit ihrer eigenen Ideengeschichte befassen sollen. Human blickt als Wirtschaftswissenschaftsabsolvent noch mal auf seine alten Lehrbücher, um zu erkennen, wie einfache Prinzipien das Denken und damit den Selektionsraum ideologisch verknappen und erzählt uns einen Zizek Witz. Patrick greift beispielhaft zwei Akteure aus der Ideengeschichte der Ökonomie heraus, Adam Smith und David Ricardo, und erläutert warum es so wichtig ist, sich die Ideengeschichte der Ökonomie immer wieder zu vergegenwärtigen. Ökonomie und ihre Akteure gerieren sich gerne als naturwissenschaftlich angehaucht mit all ihren mathematischen Modellen und Formeln, bleiben dabei aber stets in der Sozialwissenschaft beheimatet in denen es um komplexe Interaktionen zwischen Menschen geht. Viele versuchen aber immer wieder die Ökonomie als Naturgesetz und allumfassendes Modell zu positionieren, mit fatalen Folgen für die Gesellschaft.

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Re: Ideengeschichte und Menschenbild: Spontane Ordnung & die erhabene Ideologie des Marktes

Human Nagafi

Inspiriert von Patricks Nachricht fällt Human ein zentraler, aber vielleicht wenig beachteter Begriff ein: Die spontane Ordnung. Von Hume zu Smith nach Hayek versucht Human herzuleiten, warum wir vielleicht denken, dass der Markt ein übernatürliches Ding ist.

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Re: Spontane Ordnung & die erhabene Ideologie des Marktes: Die Tugendhamsterer

Mary-Jane Bolten

Mary-Jane Bolten antwortet auf Humans Frage nach der spontanen Ordnung und warum sich die Dinge eigentlich nicht wirklich verändern mit den Thesen des Buches “Virtue Hoarders: The Case Against the Professional Managerial Class” von Catherine Liu. Die Autorin führt den Begriff der “Professional Managerial Class (PMC) ein, eine neue Klasse von Angestellten, die zwar in höheren Positionen agieren und gut verdienen, aber ebenso keinen Zugang zu den Produktionsmitteln haben wie die Arbeiterschaft. Aber sie sehen sich, laut Liu, selbst als etwas besseres an als die “dreckigen Arbeiter” und hamstern zugleich bestimmte Moralthemen wie Rassismus und Feminismus, mit denen sie sich zusätzlich auch moralisch überlegen fühlen, ohne dabei aber die Wurzeln des Problems zu hinterfragen. Sie halten somit das System in Gang und grenzen sich zugleich moralisch von der Arbeiterklasse ab.

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Re: Die Tugendhamsterer: Die 4 ideologischen Pflöcke

Patrick Breitenbach

Patrick wollte eigentlich neben dem Seneca-Effekt, also dem Kollaps von Systemen, jetzt die Tafeln thematisieren. Doch auch diesmal entscheidet er sich für einen anderen Skit, der eine Art ideengeschichtliche Grundlage schaffen möchte. Es geht um die 4 ideologischen Pflöcke, die eine Art ideologisches Spielfeld umgrenzen, in dem sich Menschen offenbar sehr grob, zum Teil sehr widersprüchlich immer wieder bewegen. Es geht um die beiden Gegensätze “Egalitär – Elitär” und “Individualistisch – Kollektivistisch”. Das sind zugleich die jeweiligen Menschenbilder und damit “ideologische Zutaten”, nach denen weitere große ideologische Komplexe wie Kapitalismus, Demokratie; Neoliberalismus etc. ausdifferenziert werden – zum Teil mit heftigen Widersprüchen und Konflikten. Je nach dem wie man sich selbst, in der eigenen Sozialisation, in diesem Feld verortet wird man sich zu Themen auch unterschiedlich verhalten.

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Re: Die 4 ideologischen Pflöcke: Ich, die Andere & Viren

Human Nagafi

Human gefällt grundsätzlich die Matrix, die Patrick entwickelt, hat aber an einigen Stellen hat er noch ein Störgefühl. Ist die Matrix selber zu stark ideologisch geprägt? Mit einem Freestyle hofft er über das Sprechdenken zu einer Erkenntnis zu kommen, um am Ende mit Zizek über die Vitalität des Kapitalismus nachzudenken. 

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Re: Ich, die Andere & Viren: Dichotomie Kritik & Borderline Ökonomie?

Patrick Breitenbach

Patrick führt nochmal sein Matrix-Modell der 4 ideologischen Pflöcke aus und verweist auf dessen Konfliktpotenzial in der Gesellschaft und dass die moralische Kategorisierung ja immer aus einer der beiden Ecken der Dichotomie erfolgt und zwar dann, wenn man sich fest für eine der beiden Ideologien entschieden hat. Der Diskurs erstarrt sozusagen. Deshalb beleuchtet Patrick nochmal die Dichotomie als solches und macht einen gewagten Ausflug in die Psychologie. Dort beschreibt man mit Dichotomie psychologische Phänomene wie “Borderline”, die Menschen dazu führt, ihre Realität ausschließlich und radikal in “Entweder-Oder” Logiken zu strukturieren. Graubereiche und alternative Sichtweisen innerhalb der Dichotomien werden kategorisch ausgeschlossen und die Menschen sind in ihrem Leid gefangen. Passend dazu hat Patrick ein interessantes Zitat gefunden, welches weite Teile der Ökonomie in diesen “Entweder-Oder” Zustand verortet.

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Re: Dichotomie Kritik & Borderline Ökonomie?: I Want a Third Pill

Human Nagafi

Human ist noch nicht ganz da mit der Ideologie Definition und geht wieder zurück zum Anfang des Critical Infinity, um sich zu fragen: “Was war Ideologie noch mal?” Glücklicherweise hilft Zizek die eigenen Verhandlungspositionen gegenüber Morpheus zu verstehen, dass es vielleicht mehr Pillen geben sollte als nur eine Rote oder Blaue.

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Re: I Want a Third Pill: Poesie, Memetik und elitäre Ideologie

Patrick Breitenbach

Endlich mal ein bißchen Beef bei Critical Infinity. Patrick verteidigt seine Ausführungen zu elitär/egalitär, die er weitaus umfassender und eindringlicher betrachtet als die Reduktion auf eine rein politische Ideologie. Im Grunde sind wir, laut Patricks Überlegungen, ständig in einer elitären Ideologie verortet und wir versuchen verzweifelt über egalitäre Maßnahmen auszubrechen – wie Patrick anhand von einigen konkreten(!) nicht abstrakten Beispielen zeigen möchte. Auch widerspricht er Human, dass der Kapitalismus durchaus eine elitäre Ideologie ist, weil er aus seiner Logik heraus elitäre Ergebnisse produziert. Zudem weist Patrick auf die unterschiedliche Poetik im Denken und Argumentieren hin. Seine Ausführung kann man zwar immer wieder mit der Zizek Schablone ausmessen, man wird dann aber auch öfter mal enttäuscht sein, weil entweder die Schablone nicht passt, oder das Objekt, was damit vermessen wird. Die Poetik, als beschreibendes Denken, führt Patrick zudem in die Memetik. Wir sind nicht nur unterschiedliche PoetInnen, wir sind regelrechte Memschleudern!

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Critical Weekly – Die Zusammenfassung der Sprachnachrichten von KW 23 am Stück

Critical Weekly

Die neue Kalenderwoche läutet einen zarten Freestyle Beef zwischen Human und Patrick ein, doch zunächst setzt Human seine Gedanken zur Ideengeschichte der Ökonomie mit einem interessanten und ausgewogenen Blick auf die Österreichische Schule rund um Friedrich von Hayek und Joseph Schumpeter fort. Dabei geht es auch um eine “natürliche Ordnung”, welche Adam Smith mit “unsichtbarer Hand” beschrieb. Mary-Jane Bolten präsentiert uns die “Professional Managerial Class (PMC)”, eine neue Klasse von leitenden Angestellten, die sich zwischen Arbeiterklasse und den Kapitaleignern befindet und die in Teilen zugleich abfällig nach unten, bewundert nach oben, aber zugleich alle moralischen Tugenden in Sachen Rassismus, Feminismus etc. für sich alleine zu horten scheint. A propos Tugenden. Patrick bringt spontan 4 Pflöcke ins Spiel, die für ihn ein großes ideologisches Feld abstecken, es geht um Egalitarismus vs. Elitarismus und Individualismus vs. Kollektivismus. Das irritiert Human sehr und er fragt sich ob diese nicht auch schon wieder zu ideologisch sei. Patrick hat aber gar keinen Anspruch auf ein allgemeingültiges Modell, er will mit diesen unvollständigen Dichotomien einfach nur etwas spielen und er fragt sich ob das Kippen in einer der beiden Gegensatzpolen nicht zu einer pathologischen Reaktion führt, wie es in der Psychologie beschreiben wird, das gilt vor allem dann, wenn die Ökonomie nur im “Entweder-Oder” verharrt. Human ist mit all dem gar nicht einverstanden, er sagt, dass es sich hier nicht mehr um die eigentliche Ideologiedefinition von Zizek und damit von Critical Infinity handeln würde. Zugleich bringt er Meme als Viren des Geistes ins Spiel. Patrick sieht das aber ganz anders. Er versucht sich von der reinen Zizek Lehre zu befreien, indem er sagt, dass es mehrere “Poetiken” gibt (also Art und Weisen um einen bestehenden Zustand unterschiedlich zu beschreiben) und erörtert erneut, warum er den Elitarismus als eine durchweg wirksame – nicht rein politische – Ideologie in unserer Gesellschaft hält und nennt dazu Beispiele. Er sagt, dass wir durch egalitäre Maßnahmen den Elitarismus immer in Zaum halten wollen, um die bestehenden elitären Machtkonzentrationen immer wieder aufzubrechen. Außerdem teilt er sein Wissen rund um die Memetik, welche von Richard Dawkins ins Spiel gebracht wurde.

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Re: Poesie, Memetik und elitäre Ideologie: Wir schauen nur, aber sehen nicht

Human Nagafi

Human kann die Argumentation von Patrick immer noch nicht ganz nachvollziehen und versucht auf klaren Prämissen seine Argumentation aufzubauen, um damit auch deutlich zu machen, warum es wichtig ist, Ideologien in den Lösungen zu suchen. Denn wenn wir nur schauen, aber nicht sehen, werden wir auch keine Veränderung der Dinge sehen, die unsere Realität strukturieren. 

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Re: Wir schauen nur, aber sehen nicht: Sprachtraumata, Armutsstigmatisierung und Burgfrieden

Patrick Breitenbach

Patrick möchte einen Burgfrieden anbieten und versucht fürs erste nochmal die wichtigsten Mißverständnisse rund um seine Poesie, der Verwendung von egalitär/elitär, darzulegen. Er bringt dabei ein ganz persönliches Traumata ins Spiel und beschreibt noch einmal seine Rolle in dem Projekt und warum die Dialektik zwischen Human und Patrick so wichtig ist, aber nur dann wenn beide ihre jeweiligen Rollen als solche wertschätzen. A propos Wertschätzung, das Gegenteil davon ist Stigmatisierung und Abwertung. Dazu versucht Patrick nochmal anzudeuten dass es zwei Problemebenen gibt, einerseits die Armut an sich, aber on top leider auch noch die Stigmatisierung von Armut und der Zusammenhang zur menschlichen Wertigkeit innerhalb einer Gesellschaft. Er benennt dabei “Die Tafeln” als eine hochproblematische Stigmatisierung, die Armut nicht nur weiter überdeckt, sondern zusätzlich noch extrem menschlich ausgrenzend agiert, obwohl sie tragischerweise ja nur helfen will und in ihrer eigenen Logik egalitär daher kommen möchte.

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Kritik zu Frank Thelens Artikel “Kinder sollten lernen, wie Elon Musk & Jeff Bezos zu denken”

Patrick Breitenbach

Es gibt mal wieder eine Art Sonderfolge. Nach der Habermas Exegese begibt sich Patrick nun von der Champions League auf den Bolzplatz. Seine polemische Kritik an Frank Thelens Artikelüberschrift ging in den Sozialen Netzwerken durch die Decke. Es folgte aber auch Kritik an der Polemik. Klar, man kann Frank Thelen auslachen oder ihn ignorieren, aber Patrick hält ihn gerade aufgrund seiner medialen Präsenz und seinem politischen Engagement als Parteispender und Experte im Innovation Council der Bundesregierung für dringend kritisierbar. Patrick sieht Thelen ganz klar als einen Lobbyisten, der auf seine Art und Weise auf den Mount Everest des Lobbyismus klettern will: Unser Bildungssystem. Patrick liest den gesamten Artikel vor und ordnet ihn entsprechend ein. Er will damit zeigen, in welcher Logik Frank Thelen argumentiert und dass er dafür aber viel zu viel politischen und diskursiven Einfluss hat.

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Kritische Einordnung Web5 von tante.cc

Tante.cc

In dieser Sprachnachricht wird es ein wenig technischer also sonst. Human und Patrick baten Jürgen Geuter – auch im Web unter tante.cc bekannt – für sie das auf Blockchain basierende Web5 Vorhaben von Twitter Gründer Jack Dorsey einzuordnen. Was sind mögliche Anwendungsfälle, also Use Cases? Wie soll das technisch funktionieren, wie ist der aktuelle Stand und wie sehen die weiteren Zukunftsaussichten dazu aus?

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Critical Weekly – Die Zusammenfassung der Sprachnachrichten von KW 24 am Stück

Critical Weekly

In dieser Woche findet der kleine “Beef” zwischen Patrick und Human mit einem Burgfrieden zu Ende gebracht, sodass sie zu größeren gesellschaftlichen Ereignissen (und Skits) weitergehen können, und zwar: Frank Thelen. Es wurde schon viel über Mr. 10xDNA Mindset gesagt, aber Patrick schafft es in seinem Beitrag den Horror Thelens auf eine prägnante Art rauszuarbeiten. Zum Ende erklärt uns jemand, der tatsächlich Kenntnis über Technologie hat (Jürgen Geuter aka tante.cc) etwas über den Wahnsinn, den man Crypto und Bitcoin nennt. Anscheinend gibt es dort einen Quantensprung von Web3 direkt zu Web5. Die Zahl 4 wird dabei direkt marginalisiert. So ist nun mal der Lifestyle der Crypto Bros. Aber vielleicht hat auch einfach jemand ein NFT auf die 4. GM.

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Re:Kritik zu Frank Thelens Artikel: Der Kern der Wahrheit der 10xDNA

Human Nagafi

Human glaubt, dass es vielleicht ein Kern Wahrheit in dem Thelen Buch “10xDNA” steckt und fragt sich, warum wir denken, dass Unternehmer wirklich so innovativ sind? Warum denken wir das der Staaten so langsam und keine kreativen Fähigkeiten hat? Vielleicht gibt es eine andere Geschichte, die wir dazu erzählen könnten.

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(E)Utopie im Hier und Jetzt: Real New Work, Commons, Communities und Digitalisierung

Patrick Breitenbach

Die neue Sprachnachricht von Patrick ist mal wieder eine Spezialausgabe mit Überlänge. Er war vor einigen Tagen auf dem Digitaltag in Freiburg und hat dort einen Vortrag gehalten mit dem Titel “Back to life? Back to reality! Digitalisierung – Zwischen ernüchternder Praxis und bürgerlicher Utopie”. Da sich einige in den sozialen Netzwerken gewünscht hatten, ob er dazu nicht auch etwas bei Critical Infinity erzählen könnte, nimmt sich Patrick gerne die Zeit um den Vortrag nicht einfach nur zu halten, sondern ihn auch vertieft zu erläutern. Es geht um Utopien, Real New Work, Commons & Communities, Heimat, Digitalisierung und der Frage wie man komplexe Probleme in der Welt und im Hier & Jetzt lösen könnte.

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Zur ersten Sprachnachricht